Häufige Fragen

 

Welche Vorteile hat eine Therapie in Hypnose?

Hypnose verändert definitiv die Hirnaktivität, und Trance ist etwas anderes als Wachsein oder Schlafen.  Das konnte mit Kernspinresonanztomographie (fMRT), Positronenemissionstomografie (PET) und Elektroenzephalographie (EEG) nachgewiesen werden.

Quelle: Neurobiologie der Hypnose Halsband et.al

Der Zustand der Trance ist vergleichbar mit dem Turbo eines Autos- die Leistung des Motors wird deutlich verstärkt.

Man erkennt in Hypnose viel schneller, wo die wirklichen Ursachen und Probleme liegen. Die nötigen Schritte zur Veränderung gelingen schneller. Notwendige Anpassungen des Verhaltens sind einfacher und schneller möglich. Viele Wirkungen stellen sich nahezu von allein ein, da sie aus dem Unbewussten heraus geschehen. Daher sind viele Probleme mit wenigen Stunden Hypnotherapie (5- 8) zu lösen.

Im hypnotische Zustand können Sie direkt mit Ihrem Unbewussten kommunizieren. So finden Sie heraus, was Ihnen wirklich fehlt, was die unbewussten Ursachen der Probleme sind, diese können oft am Ursprung aufgelöst oder in ihrer Wirkung neutralisiert werden. Wenn wichtige Erfahrungen nicht gemacht wurden, können sie in Trance nachgeholt werden.

Hypnotherapie ist ausgesprochen flexibel, da Hypnose mit nahezu allen psychotherapeutischen Verfahren kombiniert werden kann. So kann die Hypnotherapie genau für Sie gestaltet und an Ihr Anliegen angepasst werden.

In der Hypnose haben wir Zugriff auf viele Ressourcen, die uns bewusst nicht zugänglich sind. So können wir in Trance Stärken entdecken und nutzen, die uns vorher unbekannt waren.

Die Filter des Bewusstseins können in der Hypnotherapie umgangen werden, wenn das Unbewusste des Klienten das zulässt. So können sehr wichtige Informationen aus dem Unbewussten ins Bewusstsein kommen, so daß endlich verständlich wird, wie und warum sich Symptome oder Probleme entwickelt haben und welche Lösungsmöglichkeiten Ihr Unbewusstes für Sie bereithält.

Hypnotherapie kann vom Klienten selbst erlernt werden- durch das Erlernen von Selbsthypnose und wichtigen Werkzeugen ist es möglich, daß Sie sich auch zu Hause- zwischen den Sitzungen und später auch außerhalb der Therapie- dauerhaft selbst helfen können.

Hypnose- Risiken und Nebenwirkungen

Die Risiken und Nebenwirkungen von Hypnose und Hypnotherapie sind sehr selten, vor allem wenn sie von einem gut und seriös ausgebildeten Hypnotherapeuten durchgeführt wird. 

  • Niemand kann in Hypnose zu etwas gebracht werden, was seinen eigenen moralischen Maßstäben widerspricht. Das führt meist dazu, daß der Hypnotisierte spontan aus der Trance erwacht.
  • Sehr selten kommt es in der Hypnose zu Schwindelgefühlen. Das sollten Sie der Hypnotherapeutin während oder nach der Trance mitteilen, so kann darauf eingegangen werden, was oft sehr schnell zu einem Nachlassen dieser Empfindungen führt. Oft handelt es sich hier um einen „Schutz“, einen „unbewussten Widerstand“, der therapeutisch wichtige Hinweise gibt. 
  • Ebenfalls sehr selten treten während oder nach der Hypnose Kopfschmerzen auf, die auch schnell wieder verschwinden. Auch darauf kann in der Hypnose eingegangen werden, was meist zu einem völligen Verschwinden dieser Probleme führt.
  • Manche Klienten sind vor allem nach der ersten Hypnose müde, das ist meist eine Folge der tiefen Entspannung während der Trance und vergeht von selbst- oder nach einem kurzen Nickerchen. 
  • Ein Risiko besteht darin, daß in der Hypnose verdrängte, unter Umständen traumatische Erinnerungen wieder bewußt werden können. Das nutzt man gezielt zur Verarbeitung solcher Erlebnisse. Spontan und unvorbereitet soll das jedoch auf gar keinen Fall geschehen, und das passiert auch nicht, wenn der Hypnotherapeut gelernt hat, wie man sicher mit Hypnose arbeitet. Auch aus diesem Grund arbeite ich in den ersten zwei Sitzungen vor allem daran, mit Ihnen ein Sicherheitsnetz zu schaffen, mit dem ich garantieren kann, daß  so etwas nicht ungeplant und ungewollt geschieht. Dazu gehört ein sicherer Ort, den Sie auch in schwierigen Situationen aufsuchen können, und die Fähigkeit, auch selbst jederzeit aus dem Zustand der Trance aussteigen zu können. Ebenfalls arbeite ich immer auch mit einem „Notausstieg“, wo Ihr Unbewusstes auch in der Trance immer die Möglichkeit bekommt, die Erinnerung zu blockieren, wenn es für Sie noch eine Überforderung darstellen würde, sich damit auseinanderzusetzen. So kann ich garantieren, daß alle bewusstwerdenden Erinnerungen auch gut verarbeitet werden können. 
  • Ein Vorwurf an Hypnose ist, daß unter Umständen falsche Erinnerungen in Trance erzeugt werden.  Hier ist es wichtig, daß der Hypnosetherapeut sehr bewusst mit seiner Sprache umgeht, um zu vermeiden, dem Klienten etwas zu suggerieren, was dieser später als reales Geschehen missverstehen könnte. 
  • Hypnose funktioniert nicht bei jedem, wer sich nicht darauf einlassen kann oder will erlebt keine ausreichende Trancetiefe. In meine Praxis kommen diese Leute jedoch ausgesprochen selten, wer zu mir kommt will ja Hypnose erleben.  
  • Risiken bestehen bei Menschen mit Epilepsie- Neigung, deshalb habe ich mich entschieden, solche Patienten an ärztliche Kollegen, die mit Hypnose arbeiten, zu verweisen. Diese können dann ggf. sofort geeignete medizinische Gegenmaßnahmen einleiten. 
  • Ebenfalls ist es nicht ratsam, im ambulanten Rahmen mit Menschen mit Psychosen in der Vorgeschichte hypnotherapeutisch zu arbeiten. In Hypnose- Kliniken (z.B. https://www.systelios.de/klinik  und https://www.felsenlandklinik.com)   wird auch mit Patienten mit psychotischen Erkrankungen erfolgreich gearbeitet. 

Was kann Hypnose behindern?

Ein extrem starkes Kontrollbedürfnis kann verhindern, dass Sie sich auf die Hypnose einlassen können. Eventuell sind die Ursachen dafür falsche Informationen, die über Hypnose verbreitet werden und die Ängste vor „Bewusstlosigkeit, Wegsein, Ausgeliefertsein“ wecken. Diese Ängste lösen sich meist durch Aufklärung über Hypnose auf, und Sie erhalten in der ersten Stunde die Möglichkeit, langsam und in Ihrem eigenen Tempo in Trance zu gehen um selbst zu erleben, dass Sie während der Hypnose bewusst sind und dass Sie, wenn Sie wollen, aus tieferen Hypnosestadien wieder wacher werden könnten, und dass Sie nur hypnotisiert werden können, wenn Sie selbst das möchten.

Vielleicht ist die Ursache des Kontrollbedürfnisses, dass man anderen Menschen nur schwer vertrauen kann. Dahinter steckt die Angst, was passieren könnte, wenn der andere das Vertrauen missbraucht. Oft gab es prägende Erlebnisse in der Geschichte solcher Menschen. Dann wehrt man sich innerlich und oft unbewußt, in Trance zu gehen. Hier kommt es darauf an, ob man an einen Hypnotherapeuten gerät, dem man wirklich vertrauen kann; wer die Fähigkeit zu vertrauen nicht entwickeln kann, sollte eventuell eine andere Therapieform wählen.

Ein überkritischer Verstand kann ebenfalls die Hypnose behindern, indem er z.B. während der Trance die ganze Zeit fragt, ob man denn nun auch wirklich in Trance sei oder nicht, schließlich sei man ja noch nicht „weg“- wie das in der Showhypnose aussieht, und man bekommt ja noch alles um sich herum mit. Man vergleicht seinen eigenen Zustand mit dem, was man über Hypnose denkt, und wird dabei immer wacher, statt tiefer in Trance zu gelangen. Wenn man Hypnose kennengelernt hat, sich auch der Verstand sein eigenes Bild von Hypnose gemacht hat, kann diese sehr hohe Wachheit nachlassen und der Klient erlebt bald eine ausreichend tiefe Hypnose.

Wann ist Hypnose nicht geeignet?

Hypnose ist eine nebenwirkungsarme und sichere Therapiemethode, wenn man einige Punkte beachtet.

So sollte Hypnose immer in einem sicheren Rahmen stattfinden. Sie sollten sich bei der Therapeutin gut aufgehoben fühlen und Hypnose als angenehm empfinden. Jeder meiner Klienten sucht und findet am Anfang der Therapie seinen persönlichen inneren „sicheren Ort“, ein inneres Bild, welches Sicherheit und Entspannung vermittelt und das immer wieder während der Hypnosetherapie aufgerufen wird. In schwierigen Situationen kann so jeder Klient schnell auch an seinen sicheren Ort gehen und so wieder Stabilität finden, wenn das nötig sein sollte. So können Sie sich sicher fühlen, auch wenn wir an Problemen arbeiten.

Keine Hypnotherapie führe ich durch, wenn der Klient

  • an einer psychotischen Erkrankung leidet (z.B. Schizophrenie) oder
  • in der Vorgeschichte epileptische Anfälle aufgetreten sind.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Hypnose vorhandene psychotische Tendenzen wieder auftreten lässt, ebenfalls gibt es Hinweise, dass bei bestehender Epilepsieneigung ein solcher Anfall ausgelöst werden kann.

Ob diese Punkte zutreffen, kläre ich im Gespräch vor der ersten Hypnose individuell.

Ebenfalls kann eine Hypnotherapie nicht angeraten sein z.B. bei

  • Herzinfarkt oder Schlaganfall kurz zuvor
  • Einnahme von Neuroleptika (Medikamente, die vor allem bei Psychosen angewendet werden und die Funktionsweise des Gehirns derart verändern, dass Hypnose vielleicht nicht funktioniert)
  • Suchterkrankungen –Drogen, Alkohol, Medikamente (das gilt nicht, wenn der Klient bereits einen Entzug erfolgreich hinter sich hat- hier kann die Hypnotherapie sogar sehr erfolgreich die Rückfallgefahr verringern, ebenfalls gilt das nicht bei den sogenannten Nicht-stoffgebundenen Süchten und auch nicht bei Abhängigkeit von Nikotin. Raucherentwöhnung mittels Hypnose kann sehr hilfreich sein!)
    Gerne kläre ich auch das mit Ihnen individuell im Gespräch.

Nicht geeignet kann die Hypnotherapie sein für

  • Überzeugte Neinsager und extreme Skeptiker
  • Menschen mit übersteigertem Kontrollbedürfnis, die noch nicht ein einziges Mal loslassen können, um ein Mal eine tiefe Hypnose zu erleben. Danach würden Sie den Zustand vielleicht sogar genießen.
  • Wenn Sie sich und/oder anderen beweisen wollen, dass Sie ein besonders hoffnungsloser Fall sind – dann könnte das Problem sein, dass Sie recht behalten.
  • Wenn Sie grundsätzlich gegen alles sind, auch gegen Hypnotherapie. Dann wäre allerdings die Frage, warum Sie Hypnose ausprobieren wollen.

Sollte sich im ersten Gespräch in meiner Praxis in Nürnberg herausstellen, dass Hypnose für Sie nicht geeignet ist, entstehen für Sie keine Kosten.

Mit meinem Problem muss ich doch selber fertig werden, oder?

Bei körperlichen Beschwerden ist die Entscheidung schnell getroffen: Wir gehen zum Arzt. Haben wir uns ein Bein gebrochen, warten wir nicht, bis es von selbst – (schief) – wieder zusammenwächst. Menschen mit Problemen, Konflikten oder Ängsten dagegen warten oft, bis die Verzweiflung sie zwingt, sich einem Fachmann oder einer Fachfrau anzuvertrauen. Weit verbreitet ist der Glaube, solche Schwierigkeiten würden mit der Zeit von alleine vergehen und eine starke Persönlichkeit könne aus eigener Kraft darüber hinwegkommen. Jedoch gibt es Belege, dass allein mit Einsicht und Selbstdisziplin bei vielen Belastungen nichts auszurichten ist. Diese Erfahrung haben Sie vielleicht auch schon gemacht. Dabei ist es weder sinnvoll noch bewundernswert, unnötig lange zu leiden, wenn es um seelische Gesundheit geht. Sich Hilfe zu suchen ist ein Zeichen von Mut und Klugheit. Schließlich warten Sie mit anderen Schwierigkeiten auch nicht, einen Dienstleister um Hilfe zu bitten, auch wenn diese Ihr Leben vielleicht gar nicht so massiv beeinträchtigen. Wie viel Lebenszeit geht verloren, die Sie nicht glücklich und erfüllt nutzen können?

Zudem stellen sich bei Menschen, die unter seelischen Konflikten, Depressionen oder Ängsten leiden, oft zusätzlich körperliche Probleme ein. Ein Übermaß negativer Emotionen wie Wut, Angst und Depressionen kann erhebliche körperliche Folgen haben. Feindseligkeit und Wut, die sich aus nicht lösbar scheinenden Konflikten entwickeln, stehen im Verdacht, die Entwicklung von koronarer Herzkrankheit, Gallensteinen, Bluthochdruck, Arthritis, Asthma und anderen Erkrankungen zu begünstigen.

Vielleicht gehen Menschen einer Psychotherapie aus dem Weg, weil sie glauben, dass durch Reden und das Aufwühlen der Vergangenheit nichts geändert würde und dass genau das– und nur das – in einer Therapie geschieht. Moderne Therapieverfahren- wie eine Psychotherapie in Hypnose- können dagegen schnell eine Stärkung der Fähigkeiten und Begabungen bewirken. Mit ihrer Hilfe kann man seine eigenen Lösungen finden und umsetzen. Besonders wichtig ist mir dabei, auch das Unbewusste mit einzubeziehen. Dort sind die wirklichen Kraftquellen, und wenn Sie durch Hypnose Kontakt mit dem Unbewussten aufnehmen, werden Sie überrascht sein von der Kraft, die Sie dort finden. Sie erkennen, welche Ziele, welche Hoffnungen und Wünsche in Ihnen verwirklicht werden wollen. Und Sie können Wege finden, diese zu realisieren. Gegen den Widerstand des Unbewussten jedoch können solche Veränderungen kaum gelingen. In einer Hypnosetherapie, die Ihr Unbewusstes zu Ihrem Verbündeten macht und lösungsorientiert ist, können so oft schon in einigen wenigen Stunden beachtliche Verbesserungen erreicht werden.